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Echinacea purpurea (Sonnenhut)

Insgesamt gibt es neun verschiedene Sonnenhut-Arten (Echinacea), die zur Familie der Korbblüter (Asteraceae) gehören. In der Medizin werden in erster Linie der Purpurne (E. purpurea), der Schmalblättrige (E. angustifolia) sowie der Blasse Sonnenhut (E. pallida) verwendet. Die einzelnen Arten unterscheiden sich unter anderem durch ihre Wuchshöhe: Der Purpurne Sonnenhut ist der Größte unter ihnen und kann bis zu 1,80 Meter hoch werden. Im Unterschied zum Schmalblättrigen und zum Blassen Sonnenhut sind seine Blätter zudem oval bis eiförmig. Die beiden anderen Arten haben rechteckige bis lanzettliche, rauhaarige Blätter. Die Blütenblätter der Sonnenhüte sind purpurrot und nach unten geklappt. Die Pflanzen bevorzugen sonnige Standorte mit lockeren Böden. Ihre Heimat ist Nordamerika, heute werden sie aber vielerorts kultiviert.
Von allen drei genannten Arten werden in der Medizin die Wurzeln eingesetzt, vom Purpurnen Sonnenhut zudem die getrockneten, oberirdischen Pflanzenteile. Die Inhaltsstoffe sind bei allen Arten gleich, allerdings unterscheidet sich der Gehalt einzelner Wirkstoffe. In den Wurzeln finden sich vor allem Kaffeesäurederivate wie das Echinacosid, Polyine, Alkamide, Polysaccharide und ätherisches Öl. Im Echinacea-Kraut sind zusätzlich Flavonoide enthalten.
Bereits die Indianer Nordamerikas sollen Wurzeln und Blätter des Sonnenhuts bei Husten und Halsschmerzen und zur Unterstützung der Wundheilung eingesetzt haben. Die Anwendungsgebiete sind bis heute die gleichen geblieben: So werden Echinacea-Zubereitungen in erster Linie zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten eingenommen. Sie stimulieren das Immunsystem und stärken so die körpereigenen Abwehrkräfte. Andere Anwendungsgebiete sind wiederkehrende Infekte der ableitenden Harnwege oder die Behandlung schlecht heilender Wunden.
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Stand: 23-04-2010
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