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Valerianae officinalis (Baldrian)

Die alte Heilpflanze ist eine in ganz Europa und Asien verbreitete Staude. Der Wurzelstock, der zu medizinischen Zwecken genutzt wird, dient der Pflanze als Überwinterungsorgan. In der grünen Jahreszeit erreicht der Baldrian mit den kleinen gefiederten Blättern eine Höhe von bis zu 1,70 Metern. Seine kleinen, weißlich-rosa Blüten erscheinen von Juni bis August angeordnet in halbkugeligen "Trugdolden".
Zur Gewinnung des pflanzlichen Arzneimittels werden die unterirdischen Teile der Pflanze, also die Wurzeln, die Wurzelstöcke und ihre Ausläufer, im Herbst ausgegraben, getrocknet und zerkleinert. Sie enthalten als wirksame Inhaltsstoffe Valpotriate, ätherisches Öl (mit Valerensäure), Sesquiterpene und Alkaloide. Die beruhigende Wirkung geht vermutlich nicht auf einzelne sondern auf die Kombination der Inhaltsstoffe zurück.
Baldrian wirkt als mildes Beruhigungsmittel. Es wird bei einer Reihe von "nervösen Zuständen" eingesetzt, etwa bei Durch- und Einschlafstörungen, Unruhe, Anspannungen, Ängsten und Erschöpfung. Da Baldrian nicht müde macht, sondern im Gegenteil auch konzentrationsfördernd wirkt, wird es ebenso bei Prüfungsängsten empfohlen. Traditionell dient die Heilpflanze auch als Mittel bei nervösem Magen und nervösem Herzklopfen sowie bei Wechseljahrsbeschwerden.
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Stand: 23-04-2010
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