Definition

Die Blätter sind drei- bis fünflappig und an der Unterseite behaart. Sie erscheinen im Frühjahr noch grün und verfärben sich im Laufe des Sommers tiefrot. Die Blüten stehen in dichten Rispen, aus denen sich im Spätsommer die Weintrauben bilden.

Anwendung

In der Medizin werden vor allem die Laubblätter von Vitis vinifera purpurea verwendet. Sie werden zumeist nach der Weinlese geerntet, denn dann ist ihr Gehalt an wirksamen Inhaltsstoffen am höchsten. In erster Linie sind das die so genannten Flavonoide. Sie sind entzündungshemmend und wirken Wassereinlagerung entgegen. Außerdem dichten sie die Blutkapillaren ab und verbessern die Elastizität der Gefäße. Das Weinlaub enthält zudem einen relativ hohen Anteil an Anthocyanen.

Extrakte des roten Weinlaubs werden zur Behandlung von Venenschwäche, beziehungsweise bei chronisch venöser Insuffizienz (CVI) eingesetzt. Schmerzen, Schwellungen sowie das Schweregefühl in den Beinen lassen nach, die Durchblutung des Gewebes wird gefördert und Wasseransammlungen (Ödeme) gehen zurück.

Auch die Bildung von Krampfadern kann durch die Behandlung mit rotem Weinlaub verlangsamt werden.